Das Wichtigste in Kürze
- Haarrisse sind meist oberflächlich. Lange, durchgehende Risse zeigen: Der Untergrund arbeitet.
- Bei Bewegungsrissen reicht Farbe allein oft nicht, der Riss kommt wieder.
- Je nach Befund: passender oder rissüberbrückender Anstrich, bei starkem Rissbild neue Armierung.

Ob ein neuer Anstrich reicht, hängt von der Art des Risses ab. Diese Risse laufen durch den Außenputz und sollten vor dem Streichen geprüft werden.
Haarriss oder Bewegungsriss?
- Haarrisse: schmaler als etwa 0,2 mm, oft beim Trocknen des Putzes entstanden und meist auf die oberste Schicht begrenzt
- Netzrisse: viele feine Risse über eine größere Fläche, oft ein Hinweis auf Spannungen im Putz
- Bewegungsrisse: länger und durchgehend, oft an Ecken oder Öffnungen. Hier arbeitet der Untergrund weiter
Der Verlauf sagt meist mehr als die Breite. Deshalb schauen wir uns an, wo der Riss sitzt, wohin er läuft und ob der Putz hohl klingt.
Warum Risse nicht warten sollten
Gefriert eingedrungenes Wasser, kann das den Putz nach und nach lösen. Auf feuchten Flächen wachsen zudem leichter Algen.
Warum Farbe allein oft nicht reicht
Bewegt sich der Untergrund, kann der Riss nach einem normalen Anstrich wieder sichtbar werden. Bewegungen müssen elastisch überbrückt oder entkoppelt werden.
Was je nach Befund in Frage kommt
- Passender Anstrich bei oberflächlichen Haarrissen
- Rissüberbrückender Anstrich, wenn feine Risse überdeckt werden sollen
- Neue Armierung mit Gewebe in der Spachtelmasse, wenn das Rissbild ausgeprägt ist
- Wenn der Außenputz ohnehin erneuert wird: prüfen, ob eine Dämmung sinnvoll oder vorgeschrieben ist
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